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Missionsreise nach Uganda Januar 2010 

Am Neujahrsabend starteten wir unsere Reise von Frankfurt aus nach Dubai, wo wir einen Zwischenstopp einlegten. Nach der Ankunft hatten wir eine gute Versammlung, in der wir davon hörten, dass Jesus in unserem Herz wohnen will. Um die Botschaft zu verdeutlichen hatten wir einen Grundriss einer Wohnung auf ein Papier und ein Herz um die Wohnung gezeichnet. Jesus kann nur in unserem Herz wohnen, wenn es rein ist. Nach der Versammlung lernten wir die Geschwister bei einigen lustigen Spielen noch besser kennen. 

Früh am nächsten Morgen traten wir die Reise zu unserem Hauptreiseziel Uganda an. Am Flughafen angekommen, wurden wir von Bruder Gaspar und seiner Familie herzlich empfangen. Abends hatten wir eine Versammlung mit Gaspars Familie und der Familie seines Schwagers, sowie einigen Jugendlichen aus der Nachbarschaft. Wir sprachen von dem ewigen Leben, das wir in den Prüfungen erlangen können. Dieses Leben tragen wir in uns und niemand kann es von uns nehmen. Gott will uns mehr segnen, aber zuvor muss er uns prüfen. Wenn ich in einer Prüfung bin, muss ich daran denken, dass Gott mich mehr Segnen will, nach dem ich die Prüfung bestanden habe. 

Am Sonntag hatten wir noch zwei Gottesdienste in zwei unterschiedlichen Kirchen, die wir schon öfters besucht hatten. Das Thema handelte von Lukas 14, 25-27. Eine Menge Volk folgte Jesus, aber sie waren nicht seine Jünger. Jünger sind Nachfolger in seinen Fußspuren. Jeder von uns hat einen eigenen Willen, den er aufgeben muss, um ein Jünger Jesu zu sein. Im zweiten Gottesdienst lasen wir über Hebräer 1,9. Warum war Jesus so froh? Weil er die Ungerechtigkeit hasste! Abends hatten wir wieder  eine Stubenversammlung bei Bruder Gaspar, mit einigen Nachbarn. 

Früh am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Tororo, ganz im Osten Ugandas, nahe der kenianischen Grenze. Dort besuchen wir schon seit mehreren Jahren Margret, eine gottesfürchtige Frau, die sich über hundert Waisenkindern annimmt und mit Hilfe von Spenden aus dem Westen eine Schulbildung ermöglicht. Dort angekommen wurden wir sehr freudig begrüßt. Abends hatten wir dann die erste Versammlung und wir hörten von 1.Joh 2, 15, dass wir nicht die Welt oder die Dinge in der Welt lieben sollen. Off. 2,2-5 Wir müssen immer in der ersten, brennenden Liebe zu Gott sein, nur dann können wir Gott von ganzem Herzen lieben.

Am nächsten Morgen hatten die Kinder und Jugendlichen wieder eine Versammlung, während Gaspar, unsere Gastgeberin Margret und ich in die Stadt fuhren, um Lebensmittel einzukaufen. Nachmittags, fragte Margret die Kinder und Jugendlichen, was sie in der Versammlung gehört hatten. Sie hatten von Sprüche 4,23 gelesen, das Herz rein zu bewahren, so dass Jesus darin wohnen kann. Beinahe alle hatten etwas von der Versammlung behalten und wir hörten sehr gute Zeugnisse. Margret bedankte sich bei den Kindern, dass sie so gut aufgepasst hatten und sagte, dass sie jedes Jahr eine Veränderung und Entwicklung bei den Kindern sehen kann.

Die nächsten zwei Tage hatten wir Versammlungen in mehreren Kirchen und an mehreren Plätzen. Abends, nach dem Abendessen bei Margret hatten wir meistens die besten Versammlungen, mit Margret und den Kindern und Jugendlichen an ihrem Platz. Viele der Anwesenden gaben jedes Mal eifrig Zeugnisse und wollten das Gehörte in die Praxis umsetzen.

Einmal hatten wir die Gelegenheit in einer katholischen Kirche zu circa 1000 Menschen zu reden. Wir lasen von Off 21,1 + 9. Es kommt ein neuer Himmel und eine neue Erde und dort können nur neue, veränderte Menschen sein. Nur Menschen, die sich verändert haben, können in diesen neuen Himmel kommen. Der Priester und die Menschen waren von der Botschaft sehr beeindruckt und luden uns ein beim nächsten mal wieder zu kommen, dann wollten sie eine Konferenz über mehrere Tage organisieren.

Ein weiteres schönes Erlebiss bei dem wir noch eine tiefere Herzensverbindung zu den Kindern und Jugendlichen bei Margret bekamen waren Sportaktivitäten. Wir kauften einen Volleyball, einen Fußball und Seil für eine Schaukel und als Volleyballnetz.

Sehr beeindrucken war auch ein Besuch im Gefängnis. Ein Pastor, der dort öfters missioniert, fragte uns, ob wir nicht Seife für die Häftlinge mitbringen und dann zu ihnen reden könnten. Wir Sprachen über Jer 29,11, dass Gott Gedanken von Zukunft und Hoffnung für uns hat. Dazu müssen wir in seinen Geboten wandeln, dann führt er uns in eine herrliche Zukunft. Eph 4,28, wer gestohlen hat, der stehle hinfort nicht mehr. Wir sollen verändert werden! Die circa 500 anwesenden Häftlinge waren sehr bewegt und circa zwanzig bekehrten sich und wollten ein neues Leben beginnen.

Nach einer knappen Woche in Tororo fuhren wir zurück zu Bruder Gaspar, wo wir abends ankamen und wieder eine Versammlung mit den Nachbarn hatten.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in den Westen von Uganda nach "Budunduzi" wo wir, wie schon seit mehreren Jahren an einer Konferenz teilnehmen sollten. Wir begannen die Konferenz mit Jes 61,3. Wir sollen Bäume der Gerechtigkeit sein. Die meisten Menschen sind Bäume der Ungerechtigkeit, mit vielen schlechten Früchten (Werken). Alle Sünde ist Ungerechtigkeit!

In einer Versammlung kommt bei den Zeugnissen ein Junge (Josuah) nach vorne und sagt, dass es seine erste Versammlung in dieser Kirche ist. Er will sein Herz gerne Jesus geben und wir beten für ihn. Gerne will ich ihm eine Bibel schenken, da er einen sehr guten Eindruck macht, aber wie sich herausstellt kann er, obwohl er schon 14 Jahre alt ist nicht lesen, schreiben und nicht Englisch (die offizielle Landessprache, da es 52 verschiedene Sprachen in Uganda gibt) sprechen. Er ist ein Waisenjunge und wohnt ein paar Kilometer entfernt von der Kirche. Er hat für sich selbst eine kleine Lehmhütte gebaut und auf dem kleinen Stückchen Land, das er von seinen Eltern übernommen hat ein wenig Mais gepflanzt. Um ein wenig Geld zu verdienen arbeitet er für andere Leute auf dem Feld. Für eine Woche Arbeit kann er sich dann ein T-Shirt und eine Hose kaufen. Da er tagsüber arbeiten muss, um zu überleben, kann er die Schule nicht besuchen wobei ihm dafür auch das Schulgeld und das Geld für die Schuluniform fehlt. Nachmittags besuchen wir ihn in seiner Hütte und bestärken ihn nicht bitter zu werden, gegen seine Großmutter, die - wie wir erfahren - der Grund dafür ist, dass er sich seine eigene Hütte gebaut hat.

Nach zwei weiteren Tagen mit Versammlungen und Gesprächen führte uns unsere Reise noch weiter nach Westen nach Kyenjojo. Auch dort war eine Konferenz organisiert, auf der viele Menschen Gottes Wort hören konnten.

Nach zwei ereignisreichen Tagen machten wir uns wieder auf den Rückweg zu Bruder Gaspar, um uns für die Reise in den Norden Ugandas vorzubereiten. Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Arua ganz im Norden, nahe der Grenze zum Sudan, wo wir eine Einladung an eine Schule hatten. Gegen Abend kamen wir dort an und wurden von den Uniformierten Schülern mit einer Parade begrüßt.

Da die Kinder alle in Uniform waren, starteten wir die erste Kinderstunde mit dem Thema ein Soldat Jesu zu sein. Die Kinder folgten alle sehr aufmerksam mit und beantworteten danach einige Fragen, die ihnen von einem Lehrer gestellt wurden. Wir hatten noch mehrere gute Kinderstunden und einen schönen Spielnachmittag sowie kleinere Gesprächskreise mit den Lehrern. Unter anderem sprachen wir bei solch einer Gelegenheit über 1. Tim 4,12-15. Was die Kinder (und Gläubigen) brauchen sind Vorbilder, nicht bessere Redner. Damit waren die Lehrer ganz einig. Nach knapp zwei Tagen mussten wir auch schon wieder zurückreisen zu Bruder Gaspar um am nächsten Mittag unser Flugzeug in Entebbe wieder zu erreichen. Auf dem Weg zum Flughafen wurden wir von sintflutartigen Regenfällen überrascht, die die Wege in kleine Seen und Bäche verwandelten, doch wir kamen gut auf die befestigten Straßen.

Nach dem wir uns von Bruder Gaspar und seiner Familie verabschiedet hatten, stiegen wir dankbar für alle Bewahrung auf der Reise ins Flugzeug.

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